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Schritt für Schritt zum passenden Werkzeug

Informationen

Informationen zum Bilzkegel

Bilzkegelgröße Auswahlkriterien:

Die Bilz-Kegelbefestigung verbindet Werkzeug und Halter kraft- bzw. reibschlüssig. D. h., die übertragbaren Schnittmomente nehmen mit dem Kegeldurchmesser bzw. der Bilz-Kegelgröße zu. Da die Schnittmomente neben dem Werkstückstoff und den Schnittdaten, vor allem auch von der Schnittbreite abhängen, sollte bei starker Belastung für den jeweiligen Senkdurchmesser der größtmögliche verfügbare Bilz-Kegelschaft gewählt werden.
Senken bei engen Platzverhältnissen und Störkonturen:

Um Kollisionen mit Störkonturen an Werkstück oder Vorrichtung zu vermeiden ist jedoch auch der Halter-Außendurchmesser zu beachten. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, eine kleinere Bilz-Kegelgröße zu wählen um sicher zu stellen, dass der Durchmesser des Halters kleiner als der Senkdurchmesser ist. Auch der Spanfluss wird dadurch begünstigt.

Merkmale der Bilz-Kegelbefestigung:

Der Bilz-Kegelschaft in Verbindung mit der Bilz-Kegelaufnahme des Halters bildet eine kompakte Schnittstelle mit hoher Rundlaufgenauigkeit. Sie ist besonders für Bohr- und Senkwerkzeuge geeignet, bei denen die Zerspankräfte, insbesondere die Vorschubkraft, Kegel und Aufnahme spielfrei verspannen. Für stark schwankende radiale Belastungen, wie z. B. beim Fräsen oder einseitigen Senken ohne Führungszapfen, ist die Kegel-Schnittstelle weniger geeignet. Senker und Halter können in der Regel einfach und ohne Montagewerkzeuge zusammen gesteckt werden. Zum Wechseln wird der Senker über einen Austreiber vom Halter gelöst. Er wird dazu in die Querbohrung des Halters eingeführt und an dem Austreiblappen des Kegelschafts angesetzt. Durch Drehen des Austreibers wird der Senker axial nach vorne verschoben und vom Halter gelöst.

Ein besonderer Vorteil gegenüber Schnittstellen mit Zylinderschaft und Aufnahmen mit seitlicher Klemmschrauben (Weldon, Whistle-Notch) oder Hydrodehnfuttern liegt in der schlanken Bauform der Bilz-Kegelhalter. So ist es möglich, Senker mit Haltern kleinerer Außendurchmesser zu kombinieren.

Führungszapfenmontage:

Ab Bilz-Kegelgröße 1 bestehen die Führungszapfen-Sets aus:

  • (je nach Durchmesser) ein- oder zweiteiligem Führungszapfen
  • zwei Befestigungs-Muttern
  • einer weichen Unterlegscheibe zum Schutz der HM-Schneiden

Vor Montage mit dem Senker, Muttern (bei HSS- und AW-Zapfensenkern auch die Scheibe) demontieren. Führungszapfen (bei HM-Zapfensenkern mit Scheibe) schmieren, in die Bohrung des Senkers einführen, die beiden Muttern aufschrauben und so gegeneinander kontern, dass sich der Führungszapfen mit geringem Axialspiel (0,1) leicht im Senker drehen lässt. Prüfen, ob Führungszapfen-Durchmesser größer als der kleinste Schneidendurchmesser D2 ist.
 

Informationen zur Sicherung

Werkzeugsicherung im Halter:

Bei automatischem Einsatz sollten Werkzeug und Halter über ein Verbindungsstück (Austreibaufsatz bzw. -bolzen) durch zwei Gewindestifte im Halter gesichert werden, um ein unbeabsichtigtes Lösen zu verhindern. Ebenso sollte auch der HB-Halter über das Anzugsgewinde im MK-Schaft selber in der Aufnahme gesichert werden.

Bei Werkzeugen ohne Führungszapfen wird dazu der üblicherweise in HB und HBS-Haltern montierte Austreibbolzen HB (mit Außengewinde) durch Lösen der Gewindestifte entnommen und in den Werkzeugschaft eingeschraubt. Das Werkzeug mit montiertem Austreibbolzen wird im Halter mit zwei Gewindestiften gesichert.

Bei Werkzeugen mit Führungszapfen HB werden die in der Halterbohrung vorhandenen Einzelteile entfernt. Der Austreibaufsatz HB (mit Innengewinde) wird auf den im Werkzeug montierten Führungszapfen HB spielfrei aufgeschraubt und im HB- bzw. HBS-Halter mit zwei Gewindestiften gesichert.